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Fortbildungsseminar: Manuelle Lymphdrainage/KPE

Fortbildungsseminar: Manuelle Lymphdrainage/KPE

Als Indikation bei venös bedingten Schwellungen (Phlebologie) und beim Lipödem in Theorie und Praxis.
Termine werde noch bekanntgegeben


Zunächst einmal werden die doch sehr großen pathophysiologischen Unterschiede beim Lipödem und Phlebödem intensiv gewürdigt, weil gerade diese (Er)Kenntnisse wichtige Grundlagen für die Beurteilung adäquater Therapieansätze für erfolgreiche und nachhaltige Ödembehandlung darstellen.

Auch ist eine Gegenüberstellung (deshalb versus) der Behandlungssystematik beider Ödemursachen von erheblicher Bedeutung, weil damit herausgestellt werden kann, dass es sich zwar bei beiden vorgenannten Indikationen auch um Ödeme handelt
jedoch die Ursachen, Auswirkungen und die damit verbundenen „Besonderheiten“, eine differenzierte Anwendung der MLD/KPE zur Folge haben müssen.

Leider, und das ist eigentlich zu bedauern, wird die MLD oft unkritisch und sehr allgemein alleinig auf die Grifftechniken reduziert.

Dies ist völlig falsch und fatal zugleich, so wird diese geradezu einzigartige Therapiemethode oft sehr laienhaft, degradiert.

Vielmehr ist aktuell zunehmend zu beobachten, dass die MLD/KPE zu einer effizienten, erfolgreichen Ödem-Behandlungsmöglichkeit avanciert ist und als äußerst anspruchsvolles, ja sogar unverzichtbares Ödemtherapie-Konzept verstanden werden muss.

Diese Akzeptanz kommt nicht von allein, sondern ist offensichtlich durch gute bis sehr gute Therapieergebnisse zu erklären.

Um diesen vorgenannten hohen Ansprüchen auch gerecht werden zu können, bedarf es intensiver Bemühungen sich einerseits mit den jeweils pathophysiologischen / theoretischen Belangen der Lipödeme und denen der Phlebödeme, auseinander zu setzen. 

Gleiches gilt eben auch für die, den pathophysiologischen Grundlagen angepasste, individuelle Anwendung des Behandlungs-Konzeptes MLD/KPE. 

1) Da das Lipödem typischerweise mit Schmerzen (Spannungsschmerzen, die durch Druckbelastung zunehmen) und Ödemen verbunden ist, lässt sich sehr schnell den wichtigen Therapieansatz (MLD/KPE), das Ödem mit zu behandeln, begründen.
  •  (Ödeme entwickeln sich bedingt durch rasche Zunahme des Unterhaut-Fettgewebes (Ursache unbekannt) und damit mechanische Beeinträchtigung der Lymphgefäßtätigkeit, in dem Lymphgefäße verlegt, verdrängt oder „abgedrückt“ werden. Die physiologische Gewebsdrainage, eine der wichtigsten Aufgaben des Lymphgefäßsystems, ist somit in den typischen Körperregionen, gestört) – es kann sich daraus dann evtl. auch ein Lipo-Lymphödem entwickeln-
So sind z.B. eigentlich dringend notwendige Kompressions-Bestrumpfungen bei dieser Schmerzhaftigkeit kaum tolerabel.-3-Wird jedoch durch eine konsequente Entstauungstherapie die Druckbelastung im Gewebe reduziert, minimiert sich die Schmerzhaftigkeit, so dass Kompressionstherapie jetzt möglich und auch nötig wird.

Dass dabei in Kombination MLD und Kompression, übermäßige, eiweißangereicherte Ödemflüssigkeiten im Gewebe reduziert werden, macht in besonderer Weise deutlich, welchen Stellenwert diese Behandlungs-Methode hat und wie subtil und erfolgreich zugleich, auf pathophysiologische Gegebenheiten reagiert werden kann.

2) Ein Phlebödem kann sich entwickeln bei lokaler venöser chronischer Abflussbehinderung

Ursachen dafür sind: 
  • (akutes) thrombotisches Ödem bzw. Syndrom
  • Ödem bei Varikosis
  • postthrombotisches Syndrom (PTS)
  • venöse Erkrankungen gehören zu den „Volkskrankheiten“
  • von Phlebödemen spricht man immer dann, wenn durch Erkrankungen der Venen bedingt, Schwellungen eintreten.
  • werden diese Venenerkrankungen nicht rechtzeitig erkannt,   diagnostiziert und behandelt, stellen sich unweigerlich über kurz oder lang, Verschlimmerungen im Sinne einer CVI ein.

Während im Stadium I in aller Regel mit  med. Kompressionsstrümpfen und Bewegung, sowie evtl. zusätzliche Kneippanwendungen zur Tonisierung der Venenwände und eine entsprechende Patientenaufklärung und Führung ausreichend sind, ist es ab dem Stadium II zwingend, da die pathologischen Bedingungen sich verändert haben, analog dazu auch eine Optimierung bzw. Anpassung des Behandlungskonzeptes  vorzusehen. Konkret geht es darum, dass ab diesem Zeitpunkt die MLD/KPE unerlässlicher Teil des ärztlichen Therapieprogramms sein muss.

Wie dann die eigentliche Umsetzung (MLD-Behandlung) gestaltet werden muss, ist „ödemabhängig“ zu entscheiden und wird deshalb als wichtiger Punkt im Zuge der praktischen Unterweisungen, abgehandelt.

Neben dem eigentlichen Phlebödem, kann sich in einigen Fällen (vorrangig bei sekundärer Varikosis, wo das tiefe Venensystem ursächlich betroffen ist) zusätzlich ein Ulcus cruris venosum, entwickeln.

Die Pathophysiologie der Ulcus-Problematik ist sehr komplex und wird ebenfalls, wie auch die lokale Mitbehandlung, im Seminarverlauf thematisiert.

Teilthemen:
  • allg. Einführung in die Thematik
  • Anatomie und Physiologie des Blut- und Lymphgefäßsystems
  • Topografie der Lymphgefäße (Schwerpunkt untere Ext. Und Becken- Bauchregion)
  • Pathophysiologie der Lip- und Phlebödeme
  • Erarbeiten von Behandlungssystematiken
  • PRAXIS: Behandlung von Lip- und Phlebödemen einschl. Ulcus cruris venosum
  • flankierende Maßnahmen einschl. Kompressionstherapie
  • Behandlungszeiten/Intervalle und Verordnungsgestaltung
  • Sonstiges

  • Meine Absicht ist es, mit vorgenannten Informationen zum Seminarinhalt, Interesse und Neugier zu wecken.
  • Ich versichere mit Ihnen gemeinsam, diese Thematik so nahe zu bringen, dass Sie in der Lage sind, künftig alle Facetten der MLD/KPE sowohl beim Lip- als auch Phlebödem, einschl. Ulcus cruris venosum, eigenständig zu beherrschen und damit auch erfolgreich zu sein.